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Website KostenKMUStrategie

Was kostet eine professionelle Website wirklich?

Von 500 € bis 50.000 € – die Spannweite bei Website-Preisen ist riesig. Wir erklären ehrlich, wofür ihr bezahlt, wo ihr sparen könnt und wann ein günstiges Angebot später teuer wird.

Till Wadehn4 min Lesezeit
Rechner, Notizen und Skizzen eines Website-Konzepts auf einem Schreibtisch

„Was kostet so eine Website denn?" – diese Frage hören wir in fast jedem Erstgespräch. Und ehrlich gesagt ist sie genauso berechtigt wie schwer pauschal zu beantworten. Genauso wie bei „Was kostet ein Auto?" lautet die ehrliche Antwort: kommt drauf an. Aber wir können den Nebel lichten.

Die ehrliche Spannweite

Eine Website kann 500 € oder 50.000 € kosten – und beides kann richtig sein. Damit ihr eine Orientierung habt, hier die typischen Größenordnungen für deutsche Unternehmen:

  • 500 – 2.000 € – Baukasten-Lösung (Wix, Jimdo, IONOS), selbst gebaut, ein Anbieter-Template
  • 3.000 – 8.000 € – Solider Auftritt mit einer kleinen Agentur oder einem Freelancer, individuelles Design, mobile optimiert
  • 8.000 – 20.000 € – Maßgeschneidert mit Strategie, Texten, professionellen Bildern, SEO-Setup
  • 20.000 €+ – Komplexere Projekte mit Online-Shop, Buchungssystem, mehrsprachig, individuellen Funktionen

Das sind keine festen Preise, aber realistische Rahmen. Wer für unter 1.000 € einen „kompletten Premium-Auftritt mit SEO" verspricht, drückt entweder die Qualität oder versteckt Folgekosten.

Wofür ihr eigentlich bezahlt

Eine Website ist nicht nur „die Seite, die online steht". Im Preis stecken normalerweise diese Bausteine:

1. Strategie und Konzept

Wer ist eure Zielgruppe? Was sollen die Besucher tun? Welche Seiten braucht ihr wirklich – und welche nicht? Diese Arbeit findet vor dem ersten Pixel statt und entscheidet darüber, ob die Seite später Anfragen bringt oder nur hübsch aussieht.

2. Design

Nicht „Wie sieht das aus?", sondern „Wie führt das den Besucher zum Ziel?". Gute Designer denken in Klicks, Vertrauen und Hierarchien – nicht in Schriftarten und Farben. Den Unterschied merkt man oft erst, wenn die Anfragen ausbleiben.

3. Texte

Der am häufigsten unterschätzte Posten. Eure Website verkauft nicht über das Design – sie verkauft über die Worte. Wer hier spart und „die Texte machen wir dann selbst" sagt, hat am Ende oft eine schöne Hülle ohne Inhalt.

4. Umsetzung (die Technik)

Programmierung, Hosting-Setup, Performance, Sicherheit, Datenschutz, mobile Optimierung. Hier wird in Stunden gearbeitet, und hier liegt meist der größte Posten. Aber: gute Technik macht sich später bezahlt, weil ihr nicht jedes Jahr von vorne anfangen müsst.

5. Pflege und Hosting

Eine Website ist kein Möbelstück, das man einmal aufstellt und dann vergisst. Updates, Backups, kleinere Änderungen, Sicherheits-Patches – das läuft im Hintergrund weiter. Rechnet mit 30 – 150 € pro Monat, je nach Umfang.

Die versteckten Kosten

Was viele Angebote nicht offen kommunizieren:

  • Lizenzen für Stockfotos (oft 50 – 500 € einmalig)
  • Premium-Plugins oder Tools (jährliche Lizenzkosten)
  • Datenschutz-Tools wie Cookie-Banner oder DSGVO-konforme Analytics
  • E-Mail-Hosting für eure professionelle Adresse
  • Spätere Änderungen – oft 80 – 150 € pro Stunde

Ein Anbieter, der euch all das vorab transparent erklärt, ist Gold wert. Ein Anbieter, der bei der Abrechnung Posten nachschiebt, von denen vorher keine Rede war, sollte euch hellhörig machen.

Wann lohnt sich was?

Baukasten-Lösung (500 – 2.000 €) ist okay, wenn:

  • ihr gerade erst startet und Geld knapp ist
  • die Website primär eine digitale Visitenkarte ist
  • ihr Zeit habt, euch selbst einzuarbeiten

Mittlerer Bereich (3.000 – 8.000 €) passt, wenn:

  • ihr ernsthaft Kunden über die Website gewinnen wollt
  • Design und Außenwirkung wichtig für eure Branche sind
  • ihr keine Zeit habt, alles selbst zu lernen

Investitionsklasse (10.000 €+) macht Sinn, wenn:

  • die Website ein zentraler Vertriebskanal ist
  • ihr in einem umkämpften Markt sichtbar werden wollt
  • spezielle Funktionen gebraucht werden (Shop, Buchungen, Kundenportal)

Eine Website ist eine Investition, kein Ausgabenposten. Die richtige Frage ist nicht „Wie billig?", sondern „Was bringt sie mir zurück?"

Warum „günstig" oft teuer wird

Wir sehen es regelmäßig: Ein Kunde hat vor drei Jahren 1.500 € für eine Website bezahlt und ruft jetzt an, weil:

  • die Seite auf neueren Smartphones nicht mehr richtig funktioniert
  • der ursprüngliche Anbieter nicht mehr erreichbar ist
  • niemand die Texte oder Bilder ändern kann
  • Google sie nicht mehr findet

Am Ende kostet der Neustart mehr, als eine ordentliche Lösung von Anfang an gekostet hätte. Das ist nicht immer so – aber häufig genug, dass wir es ehrlich sagen.

Unsere Empfehlung

Holt euch drei Angebote und achtet weniger auf den Endpreis als auf:

  1. Wie genau versteht der Anbieter euer Geschäft?
  2. Was steht drin und was nicht (besonders im Kleingedruckten)?
  3. Wie wird es danach weitergehen – wer kümmert sich um Updates, Änderungen, Support?

Ein gutes Angebot ist transparent, erklärbar und passt zu eurer Realität. Kein Preis-Schock, keine Buzzwords, keine Versprechen, die zu schön klingen.

Wenn ihr unsicher seid, ob ein Angebot fair ist – schickt es uns. Wir schauen ehrlich drüber, auch wenn es nicht von uns ist.

Lust auf ein echtes Projekt?

Wir setzen das Wissen aus diesem Artikel täglich in Kundenprojekten ein – Website-Relaunch, Performance-Optimierung oder SEO-Strategie.